Der Sinn von Sein

Clara: Now, what’s the plan?
The Doctor: Who says I got a plan?
Clara: ‚Course you got a plan, you took that! [Picks up the umbrella]
The Doctor: Maybe I’m an idiot!
Clara: You’re not! You’re clever, really clever.

Nebelschwaden

Dieser Text ist ein Suchen und Klären. Der Leser, der mir womöglich irgendwann einmal auf dem Denkweg folgt, den ich hier zu beschreiten beginne, möge sich am besten vorstellen, dass ich mich, indem ich diese Sätze schreibe, in einer Situation befinde, die dem Wanderer im Nebel gleicht.

Der Nebel verbirgt nicht alles. Er weht in Schwaden um mich herum, hier und da sind einzelne Strukturen klar erkennbar, manchmal erscheint, verschwommen, eine ganze Gestalt. Das, was sich da zeigt, macht den Eindruck, des genauen Verstehens und Beschreibens wert zu sein. Also taste ich mich durch den Nebel und beschreibe, was ich finde, in der Hoffnung, dass alles Notierte am Ende ein Gesamtbild ergibt, welches die verschwommenen Bilder, die immer nur für einem Moment sichtbar sind und flüchtig bleiben, vor dem geistigen Auge zu einem Ganzen zusammenbringt. „Der Sinn von Sein“ weiterlesen

Husserl und Heidegger (ein Vorwort)

Im Jahr 1946 notiert Martin Heidegger:  „Der phänomenologische Ruf ‚zu den Sachen selbst’, nämlich entgegen dem Erfinden von Theorien und Verrechnen von Ansichten, bleibt in der Geschichte des Denkens ein unverlierbares Verdienst. Doch dieser Ruf trägt nicht weit genug; er wird sogar leicht zur Gefahr, daß in der phänomenologischen Auslegung und Beschreibung das Denken ausbleibt.“[1] Heidegger kennzeichnet sein eigenes Denken hier in der Tradition der Phänomenologie seines Lehrers Edmund Husserl, glaubt aber gleichzeitig, weit über diese Position hinausgehen zu müssen und auch weit darüber hinaus zu gehen. „Husserl und Heidegger (ein Vorwort)“ weiterlesen

Das Judentum, das Jüdische und die Juden. Nachdenken über Begriffe

Der nächste Band der „Schwarzen Hefte“ von Martin Heidegger erscheint demnächst, und die Diskussion um diese, zwischen 1942 und 1948 niedergeschriebenen Überlegungen ist bereits im vollen Gange. Ich kenne natürlich die Texte noch nicht, und es liegt mir fern, Heidegger zu verteidigen. Mir scheint jedoch, dass die empörte öffentliche Debatte es sich erneut zu einfach macht, und damit eine wirkliche Kritik der Denkens Heideggers verfehlt oder sogar unmöglich macht. Deshalb will ich hier ein paar grundsätzliche Gedanken notieren.

Heidegger spricht oft vom Jüdischen, auch vom Judentum, hin und wieder von den Juden. Nehmen wir zwei Sätze aus den Schwarzen Heften, über die die Empörung besonders groß ist. „Das Judentum, das Jüdische und die Juden. Nachdenken über Begriffe“ weiterlesen